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Chronik 1962 – 2009

1962

Beim Neujahrsaufmarsch der Garden am 01. Januar 1962 übernimmt für den verhinderten Oberbürgermeister Herr Stadtrat Dr. Wilhelm Fay den Empfang der Garden. Er wünscht den Tollitäten Helga und Horst eine vergnügliche Amtszeit. Mit Herrn Dr. Wilhelm Fay lernten wir einen Mann kennen, der dem Karneval gegenüber sehr aufgeschlossen war.

Zwischenzeitlich war im Gardekommando der „Maa-Gard“ eine Änderung eingetreten. Das bisher von Wilma Rachel-Schramm ausgeführte Amt der Leiterin des Tanzcorps hat Karin Spengler übernommen. Am 14. Januar 1962 findet in der Turnhalle Sondershausenerstr. der Manöverbali des  Freundschaftsringes der Garden statt. In diesem Jahr hatte die Maa-Gard die Ausrichtung übernommen.

Es folgte am 27. Januar 1962 der Elfermaskenball im Ratskeller und den Römerhallen, wie immer war diese Veranstaltung wieder finanziell ein besonderer Erfolg.

Nun traten Ereignisse „höherer Gewalt“ ein, die alle weiteren vorgeplanten Veranstaltungen in Frage stellten.
Am 09. Februar 1962 ereignete sich ein großes Grubenunglück in Luisentahl an der Saar und gegen Ende Februar 1962 erfolgte die Flutwasserkatastrophe in Hamburg. Von höherer Dienststelle wurde entschieden, Saalveranstaltungen können ausgeführt werden, jedoch Straßenveranstaltungen müssen entfallen.
Somit erfolgt beim FKV 1911 am 24. Februar 1962 die große karnevalistische Sitzung „Kongress der Narren“ in der Messegaststätte um am 03. März 1962 das „Fest der Maske“ im Ratskeller und den Römerhallen.

Die Rathauserstürmung am Fastnachtssamstag, dem 03. März 1962 und der Frankfurter Fastnachtszug am 04. März 1962 entfielen. Das für den 04.03. vorgesehene Fastnachtstreiben nach dem Zug im Ratskeller fand jedoch statt. Auch die traditionellen Rosenmontagsbesuche der Maa-Gard mussten abgesagt werden. Dagegen konnten jedoch am Fastnachtsdienstag, dem 06. März 1962,  Kindermaskenball und Fastnachtskehraus im Volksbildungsheim durchgeführt werden. Somit blieb der FKV 1911 von größeren finanziellen Verlusten verschont.

Bei der Generalversammlung am 14. April 1962 im kleinen Saal des Volksbildungsheimes übernimmt Karin Spengler offiziell das Amt der Leiterin des Tanzcorps und der Kommandeuse.

„Und wenn wir auseinandergeh’n, noch einmal klingt’s ‚Helau‘- wir werden uns bald wieder seh’n, bei unserem FKV.“ Wie oft haben wir diesen Vers unseres Vereinsliedes von Georg Schollmeier in der Fastnachtskampagne 1962/63 gesungen!

Noch klingen die Töne verhallend in unseren Ohren, es ziehen an unserem geistigen Auge viele und schöne Stunden des Frohsinns und der Freude aus allen Veranstaltungen der vergangenen närrischen Zeit vorüber. Diesmal konnten wieder alle Vereinsveranstaltungen – auch Straßenveranstaltungen – ungehemmt durchgeführt werden.

1963

Besonders erwähnenswert ist, dass bei der Prunksitzung des FKV 1911 dem „Kongress der Narren“, am 09. Februar 1963 in der Messegaststätte die „Vier Geschwister Jakob“, die heutigen „Jakob Sisters“, erstmals für Frankfurt in einer Sitzung auftraten. Unser Publikum war begeistert und wollte sie nicht mehr von der Bühne lassen.

Am 19. April 1963 ist der zehnjährige Geburtstag der Maa-Gard des FKV 1911; da man aber außerhalb der Fastnachtszeit keine Geburtstagsfeier durchführen will, beschließt man, die Eröffnung am 10. November 1963 unter dieses Motto zu stellen.

Außer den noch alljährlichen Vereinsveranstaltungen laufen die Vorbereitungen zu diesem Jubiläum.

Während der Sommermonate 1963 erstellt unser Ehrenvorsitzender und Ministerpräsident Georg Schollmaier das Ehren- und Ordensbuch des FKV 1911.

Hierin werden der Nachwelt die Namen derer niedergelegt, die sich um den Verein verdient gemacht haben, wie:

Gründer — Ehrenmitglieder – Ehrenvorsitzende – Ehrenminister – Präsidenten – 1. Vorsitzende – Ehrenritter der Maa-Gard – Ehrenoffiziere der Maa-Gard – Kommandeure – Kommandeusen – Träger der Orden wie „Goldenes Vlies“ – „Großkreuz des FKV 1911“ – „Goldener Gardestern der Maa-Gard“ – „Goldener Ehrenring des FKV 1911“ – „Goldene Flamme“ mit und ohne „Adler“.

Die Eröffnungssitzung des FKV 1911 zur Kampagnen 1963/64 fand am 10. November 1963 im Ratskeller statt. Sie steht unter dem Motto:

„10 Jahre Maa-Gard“ – Ehrengarde des Frankfurter Karneval. Schon ab 15:00 Uhr fanden sich viele Abordnungen befreundeter Frankfurter und auswärtiger Vereine ein, um der Maa-Gard zum 10-jährigen Bestehen ihre Glückwünsche auszusprechen und Geschenke zu übergeben. Auch der Gründer und Marschall der Maa-Gard war erschienen, er konnte sich davon überzeugen, dass sein Werk erhalten geblieben ist und in einer Stärke von 100 uniformierten Mitgliedern sich zu einem maßgeblichen Faktor im Frankfurter Karnevalsleben entwickelt hat. Die Sitzung selbst beginnt um 17:11 Uhr, erst noch mit Ansprachen und Ehrungen, als Ministerpräsident fungiert erstmalig Erich Bümlein.

Für diese Jubiläums-Saison hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Der Gardekommandeur Horst Wilhelm brachte den Vorschlag, Maa-Gardist und -Gardistin in Form von Plastik-Püppchen anzufertigen, um sie bei bestimmten Anlässen zu vergeben bzw. teilweise zu vertreiben. Der Vorschlag fand große Zustimmung und wurde von Horst Wilhelm in die Tat umgesetzt.

1964

Zur Abhaltung der Prunksitzung war man ebenfalls auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, da schaltete sich unser immer reges Mitglied Charly Bedet ein. Am Samstag, dem 01. Februar 1964, fand erstmals die Prunksitzung des FKV 1911, der „Kongress der Narren“, im Ballsaal des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“ statt.

Ministerpräsident war Erich Bümlein, das Programm war reichhaltig und aufgelockert. Dass die Resonanz des Publikums manches zu wünschen übrigließ, mag teilweise an den neuen Räumlichkeiten und der Platzordnung gelegen haben.

Das traditionelle „Fest der Maske!“ und das Fastnachtstreiben nach dem Zug fanden nochmals im Ratskeller und den Römerhallen statt, wie sich aber noch herausstellen sollte, letztmalig für lange Zeit.

Unseren Rosenmontagsbesuchen hat die Verbindung mit dem Hotel „FRANKFURT Intercontinental“ eine gute Erweiterung gebracht, denn am Rosenmontag, dem 10. Februar 1964, erfolgt erstmals seine Erstürmung, und diese bleibt ununterbrochen Programmpunkt bis zum heutigen Tage, bereits 22 Jahre.

An Sonderveranstaltung des FKV 1911 und seiner Maa-Gard im Jahre 1964 sind zu erwähnen:

  • am Sonntag, dem 03. Mai 1964, Einladung des amerikanischen Freundschaftsclubs zu einer gemütlichen Kaffeefahrt auf dem Main mit den Passagierschiffen „M.S. Vaterland“ und „M.S. Wickinger“
  • am 07. Juni 1964, Preiskegeln in der Dorfschänke in Bischofsheim

Nachruf

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Im Juli 1964 erleidet der FKV 1911 einen großen personellen Verlust, unser Ehrenmitglied, Protokoller und Redakteur der „Narrenpost“, Kurt Manhard, ist plötzlich verstorben. Noch am Vortag besuchte er die Vorstandssitzung. Schon 40 Jahre war er Mitglied des FKV 1911.

Noch ein Ereignis bringt dem FRV 1911 neue Problem. Die Stadt Frankfurt am Main schließt Ratskeller und Römerhallen, um sie als Stadtarchiv zu nutzen. Der FKV 1911 verliert hiermit die Räumlichkeit für viele immer ausverkaufte Veranstaltungen.

Zur Eröffnung der Kampagnen 1964/65 musste eine neue Räumlichkeit gefunden werden. Man entschloss sich, die Eröffnungsfeier anlässlich des 11. im 11. im Saal der Gildestuben in der Bleichstraße abzuhalten.
Es war eine Veranstaltung mehr im vergrößerten Vereinsrahmen. Wegen Platzmangel hatte man nur einen Fünferrat mit seinem Präsidenten Erich Bümlein aufgestellt.

Auch die Nikolausfeier am 06. Dezember 1964 sowie vorerst die Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen finden in den Räumen der Gildestuben statt.

Beim Neujahrsaufmarsch am 01. Januar 1965 empfing der neu in Amt und Würden eingesetzte Oberbürgermeister, Herr Prof. Dr. Willi Brundert, auf dem Römerberg die Garden und nahm die Neujahrsglückwünsche entgegen.

1965

Um den von vielen Mitgliedern gehegten Wünschen zu entsprechen, ist der FKV 1911 im Laufe des Januars 1965 in ein neues Vereinslokal umgezogen, und zwar in die „Eden-Stuben“ in der Waldschmidtstraße. Vorstehendes Lokal war bereits in früheren Jahren einmal Vereinslokal des FKV 1911.

Am 13. Februar 1965 fand wieder im Hotel „FRANKFURT Intercontinental“ der „Kongress der Narren“ statt. Als Präsidenten fungierten in wechselnder Reihenfolge Erich Bümlein und Horst Wilhelm. Als Hauptattraktion hatte man Heinz Schenk engagiert, der mit seinen Sprüchen das Publikum gut unterhielt und im ersten und zweiten Programmteil auftrat.

Das „Fest der Maske“ am 20. Februar 1965 versuchte man ebenfalls im Ballsaal des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“ abzuhalten, was jedoch nicht erfolgreich war, schon der Rahmen blieb für unser Publikum zu steif.

„Drei Tage Helau – beim FKV“ – hieß das Motto der drei tollen Tage in den Räumen der Börse. Am Fastnachtssamstag, dem 27. Februar 1965, der Elfermaskenball. Besonderes Ereignis an diesem Abend: Die BBC-London war eigens nach Frankfurt am Main gekommen, um beim FKV 1911 und seiner Maa-Gard im Börsensaal das närrische Treiben vor die Kamera zu bekommen.

Am 28. Februar 1965, Fastnachtstreiben nach dem Zug

Am 01. März 1965, Rosenmontagsball

Auch die gesamte Garde war nach den Rosenmontagsbesuchen fast vollzählig vertreten.

Kaum hatten die letzten Besucher das Haus verlassen, schritt man zum Abbau und Abtransport der gesamten Dekorationen, denn am Fastnachtsdienstag standen wieder: der Zug in Heddernheim, der Kindermaskenball und abendliche Kehraus im Volksbildungsheim auf dem Terminplan.

Auch die Rosenmontagsbesuche waren in diesem Jahr durch die neu dazugekommene Erstürmung der Filmgesellschaft „United Artists“ mit Generaldirektor Goldschmidt um einen interessanten Programmpunkt erweitert.

Der neue Direktor des Frankfurter Verkehrsvereins, Herr Fritz Müller, wird zum Ehrenritter der „Maa-Gard“ geschlagen.

Zwischenzeitlich – noch während der Kampagne – hatte unser 1. Vorsitzender Heinz Schulz aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt. Bis zur Generalversammlung übernahm Ehrenvorsitzender Georg Schollmaier kommissarisch das Amt.

Die Generalversammlung 1965 fand am 10. April im kleinen Saal des Turnvereins 1860 im Sandweg statt.

Das Amt des 1. Vorsitzenden übernimmt Hermann Borries, Kommandeur, der Maa-Gard wird Paul Kliebenstein.

Das langjährige Mitglied des FKV 1911, Charly Bodet, wir zum Ehrensenatspräsidenten ernannt.

Am Sonntag, dem 4. Juli 1965, beteiligt sich die Maa-Gard an dem traditionellen „Hessentagsumzug“ in Darmstadt.

Außer den allgemeinen Sommer- und Herbstveranstaltungen des FKV 1911 finden noch zwei Garde-Picknicks – einmal am 18. Juli 1965 am grünen See und einmal am 25. Juli 1965 mit dem Deutsch-Amerikanischen-Freundschaftsclub auf dem Amerikanischen Picknickgelände am Flughafen statt.

Am Donnerstag, dem 11. November 1965 startet der FKV 1911 seine interne Eröffnungssitzung in den Räumen des Vereinslokales „Eden-Stuben“.

Man hat sich entschlossen, vorerst die Eröffnungen nur im Vereinsrahmen mit Mitgliedern und wenigen speziellen Gästen durchzuführen.

Der neue Vereinswirt, Herr Wilhelm Ganss, hat seine persönliche Unterstützung zugesagt.

Noch steht aber für diesen Abend ein besonderes Ereignis bevor; als Höhepunkt des Abends heißt es „Närrischer Zirkus“. Die gesamte Garde einschließlich Fanfarenzug erscheint bei dem in Frankfurt gastierenden Zirkus „Sarasani“.

Der Ehrenvorsitzende Georg Schollmaier und der Ehrensenatspräsident Charly Bodet, der diese Sache arrangierte, reiten auf Elefanten in die Manege und dahinter marschieren Fanfarencorps und Garde auf. Das Ganze ist für uns wie auch für das anwesende Publikum ein besonderer Spaß gewesen.

Seit Herbst 1965 waren Verhandlungen im Gange, eine gemeinsame Gruppe zu gründen unter dem Namen „Fünf unner aaner Kapp“.

Es waren folgende Vereine, die sich locker zusammenschließen wollten, um besonders bei Straßenveranstaltungen in einer kompakten Gruppe aufzutreten:

  • die Bornheimer Karnevalgesellschaft „Stutzer“
  • die „Bernemer Käwwern“
  • die Frankfurter Karnevalgesellschaft „Narrhalla“
  • die Frankfurter Karnevalgesellschaft „Rot-Weiß“ und
  • der Frankfurter Karneval-Verein 1911 und seine Maa-Gard

1966

Erstmals beim Neujahrsaufmarsch am 2. Januar 1966 wird in bunter Reihe marschiert.

Den Empfang der Garden am 2. Januar 1966 auf dem Römerberg hatte wegen Abwesenheit des Oberbürgermeisters Herr Stadtrat Dr. Wilhelm Fey übernommen.

Die Jugend des FKV 1911 und seiner Maa-Gard ruhte nicht eher, bis man nachgab und als Neuerung einen Beat-Maskenball ausrichtete. Diese Nacht der heißen Musik fand am 12. Februar 1966 in der Turnhalle des TGS Rödelheim statt. Die einzigen die auf ihre Kosten kamen, waren die Fans, den Älteren, die dabei sein mussten, entflogen mehr als einmal die Worte: „Einmal und nicht wieder“.

Am Rosenmontag, dem 21. Februar 1966, wird beim Besuch des Polizeipräsidiums Polizei-Vizepräsident Eduard Gerling zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen. Mit Herrn Gerling hat die Maa-Gard wieder einen Mann gefunden, der treu zu ihr steht, wie die nächsten 20 Jahre noch beweisen sollten.

Als Abschluss der Rosenmontagsbesuche 1966 stand zum 2. aber leider auch zum letzten Mal die Erstürmung der Filmgesellschaft „United Artists“ mit Gefangennahme von „James Bond“ auf dem Programm.

In der Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch hatte die Maa-Gard wieder mal ein regelrechtes Mammutprogramm zu bewältigen, es standen 26 Veranstaltungen auf dem Plan.

Die Generalversammlung findet am Donnerstag, dem 14. April 1966 im Vereinslokal „Eden-Stuben“ statt.

Zum 1. Vorsitzenden wird Horst Wilhelm gewählt, wie sich noch herausstellen wird, endlich wieder einmal ein 1. Vorsitzender für mehrere Jahre.

Am 12. Juni 1966 marschiert die Maa-Gard als Abordnung von Frankfurt am Main beim Hessentag in Friedberg.

Nachruf

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Der FKV 1911 und seine Maa-Gard erleidet wieder einen herben Verlust am 17. Juni 1966 verstirbt nach kurzem Krankenhausaufenthalt im 94. Lebensjahr unser Ehrenmitglied und Ehrenkommandant Wilhelm Schmidt. Opa Schmidt, wie ihn Alt und Jung so gerne nannten, werden wir sehr vermissen.

Nach Trennung von unserem ehemaligen Bockenheimer Fanfarencorps verbindet sich der FKV 1911 und seine Maa-Gard ab der Kampagne 1966/67 mit dem 1. Frankfurter Damen-Fanfaren- und Spielmannszug, der „Frankfurter Stadtgarde 1965“ und ernennt diese in dem folgenden Jahre zum Ehrenspielmannszug der Maa-Gard.

Am 11. November 1966 bei der Eröffnungsfeier im Vereinslokal überrascht die Stadtgarde den FKV 1911 und schmückte das Programm mit einigen musikalischen Darbietungen.

1967

Beim „Kongress der Narren“ am 21. Januar 1967 im Hotel „FRANKFURT Intercontinental“ wird Ex-Prinzessin „Erna I.“, Frau Erna Kirchenbauer, zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Ministerpräsident ist Horst Wilhelm und die Frankfurter Stadtgarde bereichert das Programm durch ihren Auftritt.

Gegen Ende Januar 1967 beteiligt sich die Maa-Gard an dem 2. Südhessischen Gardetreffen in Pfungstadt, das Tanzcorps erreicht beim Gardetanz den 1. Platz und erhält den Wanderpokal.

Beim Fastnachtszug am 5. Februar 1967 marschiert die Maa-Gard, begleitet von der Frankfurter Stadtgarde, in der Gruppe „5 unner aaner Kapp“.

Im Rahmen der Rosenmontagsbesuche am 6. Februar 1967 wird bei dem Besuch des Cafés „Wipra“ Frau Hedwig Wieczorek zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Das Rosenmontagsprogramm erhält in diesem Jahr mit der Erstürmung des amerikanischen Soldatensenders „A.F.N.“ in der Bertramstraße eine große Erweiterung.

Für längere Jahre ist diese Erstürmung als Hauptprogrammpunkt des Rosenmontages zu werten. Von beiden Seiten wird sich betreffs der Abwicklung viel Mühe gemacht, und immer werden neue Kampfarten ausgedacht, sogar Kanonen und Panzer sowie jegliche Spielarten kommen zum Einsatz.

In mehreren Jahren beteiligt sich sogar das Frankfurter Prinzenpaar wegen der Publicity an dieser Veranstaltung.

Letztmalig werden am 7. Februar 1967 im Volksbildungsheim Kindermaskenball und Fastnachtskehraus veranstaltet. Ab der Kampagne 1968 entfallen diese langjährigen Veranstaltungen des FKV 1911, sowie auch seit 1967 das langjährige traditionelle „Fest der Maske“ entfiel.

Bei der Generalversammlung am 7. April 1967 wird festgelegt, dass ein Sonderbeitrag von DM 0,20 je Monat erhoben wird und auf einem Sonderkonto als Jubiläums- bzw. Geburtstagsgroschen angespart wird.

1968

Beim Neujahrsaufmarsch der Garden am 7. Jan. 1968 marschiert die Maa-Gard vereint mit der Frankfurter Stadtgarde wie im Vorjahr gemeinsam in der Gruppe „5 unner aaner Kapp“

Diesmal hat sich der Große Rat durchgesetzt und erreicht, dass die Veranstaltung vom 1. Januar auf den 1. Sonntag im Januar verlegt wird.

Dies war einer der ersten Schritte zur geplanten Abschaffung der Traditionsveranstaltung der Maa-Gard, die dem Großen Rat und einigen Vereinsvertretern schon längst ein Dorn im Auge war. Obwohl an diesem 7. Januar 1968 1400 Buntkostümierte zum Römerberg zogen, fühlten sich aber einige Vereins-Obristen nicht genügend beachtet und rührten die Gegenwerbetrommel.

Um die Freundschaft mit der Frankfurter Stadtgarde zu dokumentieren, wird am 27. Januar 1968 im Haus Gallus eine Gemeinschaftssitzung Stadtgarde – FKV 1911 abgehalten.

Am 28. Januar 1968 beim 3. Südhessischen Gardetreffen in Pfungstadt erlauben sich die Veranstalter einen Schildbürgerstreich.

Der im letzten Jahr von der Maa-Gard errungene Wanderpokal wird nach dem Motto „Fleisch auf der Waage“ weitervergeben. Von jedem aufgetretenen Corps wird die Kommandeuse gewogen und die Garde mit dem ermittelten Mittelgewicht wird Sieger und erhält den Pokal. Es ist der Frankfurter Karneval-Verein „Die fidelen Eckenheimer“, dessen Garde den Gewichtssieg erringt.

Wir vom FKV 1911 distanzieren uns erst einmal für einige Jahre von den Veranstaltungen des Pfungstädter Karneval-Vereins.

Im Rahmen des Rosenmontagsbesuches am 26. Februar 1968 im Römer wird der Oberbürgermeister, Herr „Prof. Dr. Willi Brundert“ zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Erstmalig findet an diesem Tage vor der Erstürmung des „A.F.N.“ in der Bertramstraße die Erstürmung der Amerikanischen Standortkommandantur von Hessen im Taunushaus statt. Der Standortkommandeur, Col. Hatsch, wird in Ketten zum A.F.N. gebracht.

Außer den offiziellen Vereins- und Gardeveranstaltungen in Frankfurt hat die Garde noch ein reichhaltiges Programm an Auswärtsveranstaltungen zu bewältigen.

Auch die, nach der am 1. März 1957 stattgefundenen Prinzenvorstellung im Theater, zur Tradition der Frankfurter Fastnacht gewordene Festvorstellung im Großen Haus, ist alljährlich am Freitag vor Fastnacht fester Programmpunkt der Maa-Gard; sie steht vor und nach der Veranstaltung im Foyer für das Prinzenpaar Spalier.

Im Laufe des Jahres 1968 tritt das für den FKV 1911 und Maa-Gard unerfreuliche Ereignis ein: Das Reitercorps, jahrelang eine schöne, attraktive Formation der Maa-Gard, macht sich als „Die 13. Husaren“ selbständig.

Da unser Vereinswirt, Herr Wilhelm Ganss, das Lokal wechselt, und die Gaststätte „Zum Wilhelm“ in der Gluckstraße eröffnet, geht der FKV mit, da ihm auch dort Archivräume zugesagt werden.

Die interne Eröffnungssitzung mit Tombola findet am 10. November 1968 bereits dort statt.

Desgleichen die Nikolausfeier des FKV 1911 am 8. November 1968. Das Vereinsjahr 1969 steht unter dem Motto: 15 Jahre „Maa-Gard“ des FKV 1911.

Die Veranstaltungen verlaufen planmäßig, jedoch ohne besonders zu erwähnenden Ereignissen.

1969

Für Rosenmontag, den 17. Februar 1969, aber steht ein neuer Besuch auf dem Terminplan, die Erstürmung der Binding-Brauerei. Herr Direktor Elmar Wolfart wird zum Ehrenritter geschlagen.

Am Nachmittag wird bei dem Besuch des Frankfurter Verkehrsvereins in den Räumen des Verkehrsvereins Bürgermeister Dr. Wilhelm Fay zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Ansonsten war auch das Programm an diesem Tage reichhaltig und endete wieder beim A.F.N.

Während des Jahres 1969 stellte sich heraus, dass der Umzug mit dem Vereinswirt in die Gluckstraße keine gute Lösung war, denn er gab auch dieses Lokal wieder auf und ging nach Dörnigheim.

Wieder standen wir vor der Alternative, ein neues Vereinslokal und Archiv zu suchen. Die Eden-Stuben, unser voriges Vereinslokal, war zwischenzeitlich umgewandelt in „Hotel Steg“. Wir hatten Glück und fanden dort wieder Aufnahme.

Bereits die interne Eröffnungssitzung mit Tombola am 8. November 1969 und die Nikolausfeier am 7. Dezember 1969 wurden dort wieder veranstaltet.

1970

Mit dem Neujahrsaufmarsch am 4. Januar 1970 beginnen die närrischen Wochen dieser Kampagne. Trotz aller Stimmen, die für die Abschaffung dieses bereits seit 17 Jahren traditionellen Aufmarsches sind, marschieren noch fast 1000 Gardisten und Gardistinnen zum Römerberg, wo etwa 1500 Menschen sowie die Stadtverwaltung der Ankunft des Zuges harren.

In Vertretung unseres erkrankten Oberbürgermeisters Prof. Dr. Brundert nimmt Stadtkämmerer Sölch die Glückwünsche entgegen.

Leider werden, wie sich noch herausstellen wird, diesmal die Mucker und Philister, die Gegner des Neujahrsaufmarsches, siegen.

Der „Kongress der Narren“ am 24. Januar 1970 findet diesmal im Rathaus-Kasinosaal, Alte Mainzer Gasse, statt. 6 Jahre bot der Ballsaal des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“ den äußeren Rahmen zu dieser Veranstaltung, aber immer lauter wurden die Stimmen aus dem Mitgliederkreis gegen die Räumlichkeit. Hauptargumente waren die gesamte Platzierung sei zu steif und außerdem rügte man die Preise.

Als Ministerpräsident fungierte das alte FKV-Mitglied Karl-Heinz Zetzmann für unseren momentan pausierenden Horst Wilhelm.

Der Rosenmontag am 9. Februar 1970 brachte wieder ein volles Programm, besonders die Stationen bei der Binding-Brauerei und die AFN-Erstürmung waren besondere Höhepunkte.

Bei der Generalversammlung 1970 übernimmt der Ehrenvorsitzende und Ehrenministerpräsident Georg Schollmaier das Amt des 1. Vorsitzenden, da Horst Wilhelm aus Gesundheitsgründen ein Jahr pausieren möchte.

So war unser Scholli eben immer aktiv und immer bereit, einmal einzuspringen, wenn Not am Mann war.

Auch in der Leitung des Tanzcorps trat eine Änderung ein; Karin Spengler übergab das Amt der Leiterin und Kommandeuse des Tanzcorps an Renate Nigge.

Nachruf

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Der 7. Mai 1970 bringt dem FKV 1911 und seiner Maa-Gard wieder eine Hiobsbotschaft;

Der amtierende Oberbürgermeister, Herr Prof. Dr. Willi Brundert, unser Ehrenritter, ist plötzlich und unerwartet verstorben.

Im Rest des Jahres 1970 laufen Vorbereitungen, denn man möchte die Kampagne 1970/71 unter dem Motto 60 Jahre FKV 1911 begehen und eine größere vereinsinterne Geburtstagsfeier im Rahmen des Ordensfestes und Heringsessens am 6. März 1971 ausrichten.

Im Jahre 1970 macht das Vorstandsmitglied Wolfgang Reifschneider den Vorschlag zur Durchführung einer Vereins-Schnitzeljagd, erstmals vorgesehen als Stadtrally. Der Vorschlag findet allgemeinen Anklang, und Wolfgang Reifschneider richtet die Veranstaltung aus. Als Termin ist ein Samstag Ende September vorgesehen.

1971

Der noch für den 3. Januar 1971 vorgeplante Neujahrsaufmarsch wird endgültig gestrichen. Dass er diesmal nur den U-Bahn-Bauarbeiten zum Opfer fiel, war nur nach außen hin der Grund.

An seine Stelle trat am 3. Januar 1971 der Neujahrsempfang im Römer, man hatte sein Ziel erreicht. Der Große Rat und die Vereinspräsidenten konnten in den Vordergrund treten und selbst mehr Resonanz finden.

Auch für die sich abwechselnden Dauersiegervereine bei der Garde-Olympiade, jeden 2. Sonntag im Januar, diesmal am 10. Januar 1971, war es Trost und Beruhigung. Ihre Mädchen konnten nicht mehr wegen evtl. Schnupfen beim Auftritt ausfallen und den Sieg gefährden.

Den Empfang im Römer hatte der neu in Amt und Würden eingesetzte Oberbürgermeister Walter Möller übernommen.

Oberbürgermeister Möller wurde auch die Ehrenritterschaft der Maa-Gard angetragen, er lehnte aber ab, andere Wichtigkeiten hätten den Vorzug.

So blieb seit Oberbürgermeister Dr. Walter Kolb bis heute Oberbürgermeister Walter Möller der einzige Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, der nicht in der Reihe unserer Ehrenritter vertreten ist.

Am 13. Februar 1971 erfolgt beim „Kongress der Narren“ im Rathaus-Kasinosaal der Start ins 60. des FKV 1911. Als Ministerpräsident fungiert wieder Horst Wilhelm.

Der Rosenmontag bleibt mit fast gleichbleibenden Stationen wie jedes Jahr eine der schönsten und publizistischen Veranstaltungen des FKV 1911 und seiner Maa-Gard.

Am 6. März 1971 steigt die „Feier zum 60-sten mit Ordensfest und Heringsessen“ im Vereinslokal „Hotel Steg“, Waldschmidtstraße.

Als Gratulant erscheint auch die Frankfurter Stadtgarde und bringt ein Ständchen.

Bei der Generalversammlung 1971 übernimmt Horst Wilhelm wieder das Amt des 1. Vorsitzenden,

Im September 1971 erfolgt die 2. Schnitzeljagd, wieder als Stadtrally, Start und Ziel ist das Vereinslokal. Adolf Sonnemann hat einen Wanderpokal angefertigt und gestiftet.

Wer dreimal hintereinander den 1. Platz belegt, darf den Pokal behalten.

Im Oktober 1971 wird ein gemeinsames Oktoberfest mit der Frankfurter Stadtgarde in Berkersheim veranstaltet.

1972

Der „Kongress der Narren“ am 29. Januar 1972 findet erstmals in der Turnhalle der Turngemeinde Bornheim, Falltorstraße, statt. Man hatte beim FKV 1911 angestrebt, wieder nach Bornheim zu kommen, denn die Vereinswiege stand hier in der Nähe und die Gründer waren alte Bornheimer.

Am Rosenmontag, dem 14. Februar 1972, wird beim Besuch des Polizeipräsidiums Polizeipräsident Knut Müller zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Das gleiche erfolgt bei der Erstürmung der Binding-Brauerei, hier wird der Werbeleiter, Herr Otto Geiger, zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Der Tag endet wieder – wie immer als Hauptpublicity – mit der Gefangennahme des Standortkommandanten, Herrn Oberst C. Kershaw, und dem Sturm auf das Funkhaus des A.F.N. Europa.

Und wieder einmal musste der FKV 1911 im Laufe des Jahres 1972 Vereinslokal und Archiv wechseln. Im Hotel Steg (Eden-Stuben) waren Änderungen geplant, die ein Verbleiben nicht mehr ermöglichten.

Vereinsmitglieder hatten zwischenzeitlich Verbindung zu unserem Vereinsprinzen von 1948 Hugo Kühner gefunden, der jetzt auf der Eschersheimer Landstraße das Lokal „Kühners Blauer Bock“ bewirtschaftete.

Man nahm Kontakt auf und hatte Erfolg, Vereinslokal und teilweise Archivräume waren vorerst wieder mal gesichert. Es war ‚halt mal eine unruhige Zeit mit vielen Um-, Hin- und Herzügen.

Die Schnitzeljagd ist schon zum festen Terminbestandteil geworden.

Im September 1972 erfolgt die 3. Schnitzeljagd, nochmals als Stadtrally, gemeinsam mit der Stadtgarde.

Die interne Eröffnungssitzung mit Tombola am 11. November 1972 und die Nikolausfeier am 10. Dezember 1972 konnten im neuen Vereinslokal veranstaltet werden.

Der „Kongress der Narren“ am 10. Februar 1972 lief im 2. Jahr in der Turnhalle Falltorstraße über die Bühne. Der Präsident Horst Wilhelm hatte alles aufgeboten. Im ausverkauften Haus herrschte eine Bombenstimmung von Anfang bis Ende.

Als Hauptzugnummer hatte man die bekannte Gruppe „Adam und die Mickey’s“ verpflichtet, sie trat am Anfang und Ende auf.

Die sonstigen Veranstaltungen der Kampagne 1972/73 einschl. Gardeaufmärschen sowie Vereinsveranstaltungen im Jahre 1973 waren reichlich und wurden im üblichen Turnus abgewickelt.

1973

Erstmals ist bei der 4. Schnitzeljagd im September 1973 eine Änderung eingetreten. Der Ausrichter Wolfgang Reifschneider hat angeregt, die Veranstaltung über ein Wochenende auszudehnen und als Zielort einen auswärtigen Punkt anzufahren. Man verspricht sich mehr Gemeinsamkeit und längeres Zusammensein davon.

Die eigentliche Rally erfolgt Samstags – dann Siegerehrung und gemütliches Beisammensein. Am Sonntag, nach Spaziergang und Mittagessen, erfolgt die Heimfahrt.

Zielort ist diesmal Westheim bei Hammelburg. Siegerteam ist nun schon zum 3. Mal die Besatzung Kliebenstein – Nigge. Der Pokal geht in die Hände des Fahrers Paul Kliebenstein über.

Jedoch dem FKV 1911 blieb auch im Jahre 1973 nichts erspart. Man musste schon wieder auf Saal-, Raum- und Archivsuche gehen.

Der im letzten Jahr so hoffnungsvoll begonnene Kontakt zu Familie Kühner im „Blauen Bock“ knisterte schon wieder in allen Ecken.

Was wohl diesmal die Gründe waren?? Ob man sich vom FKV 1911 mehr an Umsatz versprochen hatte??

Jedenfalls musste erst mal auf die schnelle ein neues Vereinslokal und auch Archiv gefunden werden. Vereinslokal wurde die Gaststätte „Burg-Eck“, Burgstraße 45.

Alldort konnten jedoch wegen der geringen Größe des Lokales nur Vorstands-Sitzungen, Mitgliederversammlungen und Treffen in kleinerem Rahmen abgehalten werden.

Das Archiv wurde für die nächsten Jahre ein Sonderproblem. Wir zogen um in von Mitgliedern gestellte Räume – Kellerräume – Garagen u.a.m. Da es sich meist um kleine Räumlichkeiten handelte, mussten zu Veranstaltungen die Sachen von mehreren Stellen geholt werden.

Die Kampagne 1973/74 wird unter das Motto „20 Jahre Maa-Gard“ gestellt, und die Eröffnungssitzung findet am 10. November 1973 im „Josefsheim“, Bergerstraße, statt.

Die Nikolausfeier am 9. November 1973 wird dagegen im „Hotel Steg“ abgehalten.

Besondere Probleme hat auch unser Tanzcorps betreffs eines geeigneten Übungsraumes schon in den vergangenen und auch in den kommenden Jahren.

Am 11. November 1973 veranstaltet die Frankfurter Stadtgarde gemeinsam mit der Maa-Gard die Fastnachtsausgrabung auf der Quäkerwiese, Frankenallee. Die Vereidigung der Garden und des Präsidiums übernimmt der Präsident des FKV 1911, Horst Wilhelm.

1974

Keine Saalprobleme hatte man für den „Kongress der Narren“ am 2. Februar 1974, er findet auch noch weiterhin einige Jahre in der Turnhalle Falltorstraße statt.

Den turbulentesten „Narrensturm“ seiner Geschichte erlebte am Fastnachtssamstag 1974 auch der Frankfurter Römer.

Als der Oberbürgermeister, Herr Rudi Arndt, von den Kommandeuren der Maa-Gard und Prinzengarde in Ketten gelegt auf dem Römerbalkon erschien, schleuderten Jugendliche Demonstranten, die sich unter die Garden gemischt hatten, rohe Eier gegen ihn. Nichts vermochte eine drohende Auseinandersetzung aufzuhalten und kaum waren die Garden abmarschiert, kam es zu Schlägereien zwischen Polizei und dem Störtrupp.

Auch der Rosenmontag am 25. Februar 1974 bringt dem FKV 1911 und seiner Maa-Gard ein volles ausgeglichenes Programm.

Der Geschäftsführer des Kaufhofes Bornheim, Herr Paul Thümmler, wird zum Ehrenritter geschlagen.

Seit letztem Jahr besteht die Verbindung zum Kaufhof Bornheim und gerade betreffs Dekorationsartikeln für unsere Veranstaltungen ist man uns von dort sehr behilflich.

Am Rosenmontag begeht unser Ehrensenatspräsident, Charly Bodet, seinen 50. Geburtstag. Die Garde erscheint zur Gratulation und bringt ein Ständchen.

Das Heringsessen und Ordensfest findet am 9. März 1974 im „Hotel Steg“ statt.

Desgleichen erfolgt dort am 30. März 1974 die Generalversammlung. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernimmt Willi Lindenfeld.

Ministerpräsident bleibt Horst Wilhelm.

Kommandeur der Garde wird Reiner Schulz, er war bereits in den 60-er Jahren langjähriges Gardemitglied und Offizier.

Am 10. August 1974 beteiligt sich erstmals die Garde als größere Gruppe und mit reichlich geschmücktem LKW am Bornheimer „Kerbeumzug“.

Die 5. Schnitzeljagd erfolgt am 12./13. Oktober 1974; die Ausrichtung hat nun bis auf weiteres der Pokalgewinner Paul Kliebenstein übernommen, er stiftet auch gleichzeitig den nächsten Wanderpokal.

Die Eröffnung der närrischen Kampagne 1974/75 erfolgt am 9. November 1974 mit der Eröffnungssitzung im Josephsheim, hierbei erfolgt die Ernennung von Paul Kliebenstein zum Ehren-Kommandeur der Maa-Gard.

1975

Aus der Garde hat sich eine Musik- und Gesangsgruppe herausgebildet, „Die Maa-Gard-Singers“. Es sind: Bernd Preis, Wolfgang Ortner, Siegrid Breuer und Sissi Kmiec.

Sie treten erstmals in dieser Kampagne mit Erfolg auf, auch beim „Kongress der Narren“ am 18. Januar 1975.

Neben allen Vereins- und sonstigen Frankfurter Veranstaltungen war die Garde bei den Gardetreffen in: Aschaffenburg, Darmstadt, Rüsselsheim und Heddernheim vertreten.

Das Jahr 1975 stand allgemein unter dem Motto: „das Jahr der Frau“. Dies nahm man ganz kurzfristig beim FKV 1911 zum Anlass, mal wieder die noch zivilen Damen zu mobilisieren und eine neue Damengruppe zu gründen. Es klappte vorzüglich, auf einem reich dekorierten LKW, als Zugwagen traten die Damen beim Fastnachtszug am 9. Februar 1975 erstmals unter dem Motto: „Es grüßen zum Jahr der Frau, zehn Damen als Minister, und der Präsident vom FKV.“ in die Öffentlichkeit.

Bei den Rosenmontagsbesuchen am 10. Februar 1975 wird der neue Geschäftsführer des Kaufhofes „Bornheim“, Herr Richard Ruster, zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Nach den närrischen Tagen folgen noch einige Veranstaltungen:

  • am 22.02.1975, Heringsessen und Ordensfest im „Hotel Steg“
  • am 06.07.1975, Garde-Picknick am Grünen See
  • am 09.08.1975, Beteiligung am „Bernemer Kerbezug“
  • am 31.08.1975, Vereinsausflug „Fahrt in’s Blaue!“
  • am 11.10.- 12.10.1975, FKV Schnitzeljagd

Bei der Generalversammlung 1975 übernimmt Horst Wilhelm wieder das Amt des 1. Vorsitzenden.

Zusätzlich sind 1975 noch einige Vorbereitungen im Gange, denn man möchte beim FKV 1911 und der Maa-Gard die Kampagne 1975/76 unter ein Doppelmotto stellen;

„65 Jahre FKV 1911“ und „2 mal 11 Jahre Maa-Gard“ und dazu eine interne Vereinsfeier arrangieren.

Beim FKV 1911 ist im Jahre 1975 noch eine Neuerung im Gange, worüber erst lange diskutiert wird, dann doch in die Tat umgesetzt, mit reichlichen Kosten verbunden – und trotzdem ohne langen Bestand wieder endet.

Dem Kommandeur Reiner Schulz strebt danach, wieder einen vereinseigenen Fanfarenzug aufzustellen. Man findet auch bei einem Offenbacher Fanfarenzug eine Gruppe von Leuten, die sich absondern möchte, und man wird einig.

Am 8. Juli 1975 erfolgt bereits die Gründung des Fanfarenzuges der Maa-Gard.

Bereits beim Bornheimer Kerbezug marschiert die Garde mit dem neuen Fanfarencorps. Der Kommandeur fungiert gleichzeitig als Ausbilder und Stabführer.

In der Folgezeit kommen jegliche Kosten auf den FKV 1911 zu, besonders für Instrumente und Uniformen.

Die Gründung dieses vereinseigenen Fanfarencorps bewirkt selbstverständlich auch die offizielle Trennung von der Frankfurter Stadtgarde, mit der wir fast 9 Jahre gemeinsam marschierten, obwohl es auch manchmal gegen dieses Corps im FKV 1911 Gegensprecher gab.

Bei der Eröffnungssitzung am 15. November 1975 im Josefsheim tritt der Fanfarenzug in einer Stärke von 20 Personen erstmals vor unser Publikum.

Auch der Ministerpräsident Horst Wilhelm und sein Stellvertreter, Werner Nigge, haben sich koordiniert und vereinbart. Werner Nigge leitet die Eröffnungssitzung und Horst Wilhelm weiterhin den „Kongress der Narren“.

1976

Somit steht zu Beginn der Kampagne 1975/76 zum zweiten Male ein Damenelferrat, diesmal mit Präsident Werner Nigge, auf der Bühne.

Beim „Kongress der Narren“ am 7. Februar 1976 war schon frühzeitig, als das Prinzenpaar erschien, die Stimmung auf dem Siedepunkt.

Man hatte in diesem Doppelgeburtstagsjahr wieder „Adam und die Mickey’s“ verpflichtet und das Publikum wollte sie nicht mehr von der Bühne lassen.

Bereits seit einigen Jahren besteht eine lockere Verbindung zwischen dem FKV 1911 und dem Schäferhundeclub in Mühlheim.

In den Januartagen 1976 findet dort eine Sitzung statt, wozu der FKV 1911 einen Hauptteil des Programmes stellt, Horst Wilhelm fungiert als Präsident.

Beim Fastnachtszug am 29. Februar 1976 hat man für Zugwagen und Damengruppe ein neues Motto gesucht und gefunden. Riesige Knollen zieren den reich geschmückten Wagen, die Damen sind in bunte Fantasiekostüme gekleidet und das Motto lautet:

„Wir Knollen vom FKV; grüßen Frankfurt, Helau“

Im Rahmen der Rosenmontagsbesuche am 1. März 1976 wird Herr Direktor Guy F. Frey zum Ehrenritter geschlagen, es ist erstmalig, dass einer Persönlichkeit des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“ dies angetragen werden konnte.

Am 6. März 1976 steigt im Saal der Heilig-Kreuz-Kirche die Feier zum 65-jährigen Bestehen des FKV 1911 und „2 mal 11 Jahre Maa-Gard“.

Sie ist gleichzeitig Ordensfest und Ersatz für das Heringsessen, als vereinsinterne Veranstaltung ausgerichtet mit einigen geladenen besonderen Gästen.

Ein kaltes Buffet ist aufgebaut, Großteiles von den Damen des Vereins hergestellt und gestiftet.

Im August 1976 findet der alljährliche Vereinsausflug statt. Auch das komplette Fanfarencorps ist dabei und hat seine Instrumente mitgenommen, man wollte Einlagen bringen.

Bis zum Nachmittag verläuft der Tag ohne Probleme. Doch zwischenzeitlich hat man beim Fanfarencorps zu sehr dem Alkohol zugesprochen, und es fängt an, dass erst leichtere – dann ärgere Reibereien auftreten. Bei der Heimfahrt im Bus kommt es dann von Seiten des Fanfarencorps einschl. Stabführer und Kommandeur zu solch unschönen Auftritten, die eine Trennung von diesem Corps unweigerlich zur Folge haben. Das Corps tritt geschlossen aus dem FKV 1911 aus, einschl. des Gardekommandeurs Reiner Schulz.

Kurze Zeit versucht das Corps, selbständig weiterzumachen, löst sich dann aber in Wohlgefallen auf.

Bis zur Generalversammlung übernimmt Werner Nigge kommissarisch das Amt des Gardekommandeurs.

Vom 25. auf den 26.  September 1976 ist die FKV Schnitzeljagd.

Im 2. Halbjahr 1976 muss sich der FKV 1911 wieder einmal um ein neues Vereinslokal bemühen und hat auch Erfolg, wie sich noch herausstellen sollte, endlich einmal wieder für längere Zeit.

Die Kampagne 1976/77 beginnt am 13. November 1976 mit der Eröffnungssitzung im Josefsheim, wie in jedem Jahr ist wieder eine reichhaltige Tombola vorhanden. Auf der Bühne residiert Werner Nigge als Präsident mit einem Damen-Siebener-Rat.

Am 5. November 1976 findet die Nikolaus-Feier im neuen Vereinslokal, der Gaststätte „Zum Schwarzen Bock“, in der Germaniastr. 19 statt. Es wird sich noch im Laufe der Zeit erweisen, dass wir diesmal mit Herrn Berthold Keller einen guten Vereinswirt gefunden haben.

Nach der Trennung von dem vereinseigenen Fanfarenzug hat man sich beim FKV 1911 bemüht, ein neues Corps – besonders für die Veranstaltungen „Kongress der Narren“ und Rosenmontag zu finden. Im Ersten Frankfurter Musikcorps 1954 e.V. findet man einen Interessenten.

Auf die Frankfurter Stadtgarde konnte man nicht mehr zurückgreifen, da sie sich besonders für Rosenmontag anderweitig festgelegt hatte.

Durch die Initiative einzelner Mitglieder erhält unser Tanzcorps seit der Kampagne 1976/77 nennenswerten Zustrom von jungen Mädchen, sodass wir zwei Tanzgruppen aufstellen können, die älteren als Maxi-Garde in der Garde-Uniform und die jüngere Gruppe als Midi-Garde, sie wird mit Ponchos eingekleidet.

1977

Am 30. Januar 1977 geht die Garde erstmals wieder zum 10. Gardetag nach Pfungstadt. Wie dem Leser dieser Chronik ja bekannt ist, haben wir seit dem Gardetag 1968, als man die Mädchen mit der Wiegerei so verschaukelt hatte, Pfungstadt gemieden.

Beim „Kongress der Narren“ am 5. Februar 1977 wird Herr Oberbürgermeister Rudi Arndt zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Außerdem wird an diesem Tage noch eine närrische Sonderheit vergeben. Der Präsident verleiht an Oberbürgermeister Rudi Arndt und an das Prinzenpaar den von ihm erfundenen und hergestellten „Handkäs-Musik-Orden“.

Lange Jahre wurden beim FKV 1911 keine Maskenbälle mehr ausgerichtet, für diese Kampagne hat man sich aber wieder etwas Besonderes einfallen lassen.

Am Fastnachtssamstag, dem 19. Februar 1977, steigt erstmalig der „Piratenball“ auf dem Mainschiff „Primus“.

Das Fahrgastschiff der Firma Nauheimer fährt in der Zeit von 20:15 Uhr bis 02:00 Uhr Main auf- und -abwärts. Die Stimmung an Bord ist groß und die Veranstaltung übertrifft alle Erwartungen.

Beim Fastnachtszug am 20. Februar 1977 wurde die Damengruppe und der Zugwagen unter das Motto: „Dem FKV seine Knolle, sind dieses Jahr die Dolle!“ gestellt.

Am 17. Hessentag in Dreieich beteiligte sich die Maa-Gard als ansehnliche Gruppe.

Immer noch auf der Suche nach geeigneten Archivräumen gelingt es dem FKV 1911 im Mai 1977, durch die Vermittlung unseres immer regen Mitgliedes Ludwig Spengler, beim Amt für Katastrophenschutz im Petterweil-Bunker eine ganze Raumflucht im 1. Stock anzumieten.

Endlich soll mal der Raumnot und ewigen Wanderschaft ein Ende gesetzt sein.

In der Folgezeit werden dort jegliche erforderlichen Arbeiten sowie der Ausbau des großen Raumes als Übungsraum für die Tanzgruppe durchgeführt, alles durch ständigen Antrieb und großen persönlichen Einsatz unseres Ludwig Spengler.

Ansonsten ist man beim FKV 1911 mit Vorbereitungen beschäftigt, denn in der Kampagne 1977/78 begeht die Maa-Gard ihr 25-jähriges Jubiläum.

Auch beim Tanzcorps ist man weiterhin sehr rege und bestrebt, neue Mädchen aller Altersklassen zwischen 5 und 15 Jahren zu begeistern und zum Mitmachen anzuregen.

Der Erfolg bleibt nicht aus. Zu Beginn der Kampagne 1977/78 und beim 25-jährigen Jubiläum der Maa-Gard steht eine ansehnliche Tanzgarde, aufgegliedert in Mini – Midi und Maxi-Garde.

Der 12. November 1977; Tag der Eröffnungssitzung im Josefsheim, steht ganz unter dem Motto „25 Jahre Maa-Gard“. Schon am Nachmittag findet im Emporen-Raum ein Empfang mit Feierstunde für geladene Gäste und Mitglieder statt.

Unter den Gratulanten sind unter anderen Oberbürgermeister Rudi Arndt, Willi Bender mit einer Rüsselsheimer Abordnung die Frankfurter Stadtgarde und sonstige befreundete Garden.

Am Abend steigt dann im ausverkauften Saal die Eröffnungssitzung mit Damenrat und Präsident Nigge. Wie alljährlich steht wieder eine reichhaltige Tombola zur Verfügung.

Große Ehre wird dem 1. Vorsitzenden Horst Wilhelm zu Teil, er erhält aus der Hand des 2. Vorsitzenden, Willi Lindenfeld, den goldenen Ehrenring des FKV 1911, die höchste Auszeichnung, die der FKV 1911 zu vergeben hat.

Die weiteren Veranstaltungen der Kampagne stehen alle unter dem Motto des Gardejubiläums.

1978

Beim „Kongress der Narren“ an 21. Januar 1978 sind erstmals in Bornheim als große Zugnummer „Die Tramps aus der Pfalz“ aufgeboten. Außerdem lief die Musical-Schau der „Ward-Brothers“ über die Bühne.

Am Fastnachtssamstag, dem 4. Februar 1978, steigt wieder der Erfolgsgekrönte „Piratenball“ auf der Primus, man hat nun für weitere Jahre vorgeplant und Verträge festgelegt.

Zum Fastnachtszug am 5. Februar 1978 hat die Damengruppe das Motto:

„Wir Clowns vom FKV – grüßen Frankfurt, Helau“

Die Gruppe hat sich jetzt weitgehend vergrößert, denn außer dem Zugwagen laufen noch viele sonst nicht uniformierte Mitglieder, männliche und weibliche, unter diesem Motto mit.

Das „Clown“-Motto hat allgemein Anklang gefunden und wird für die weiteren Jahre beibehalten.

Auch der Rosenmontag, der 6. Februar 1978, bringt wieder ein reichliches Programm, beim Hotel „FRANKFURT Intercontinental“ müssen sich Gardemädchen und Clowns erst durch einen Berg Zuckerwatte durchessen, bevor die Erstürmung erfolgen kann.

Bei der Generalversammlung 1978 übernimmt Willi Lindenfeld das Amt des 1. Vorsitzenden.

Werner Nigge, bereits Präsident bei den Eröffnungssitzungen, fungiert auch als Ministerpräsident für den „Kongress der Narren“. Horst Wilhelm der beide Ämter seit längeren Jahren vertrat, möchte aus persönlichen Gründen pausieren.

Im Mai 1978 beteiligte sich erstmals eine größere Gruppe des FKV 1911 am 2. Volkswandertag rund um Bornheim. Für den erreichten 4. Platz erhielten wir einen schönen Zierteller.

Im Laufe des Jahres 1978 hat die Ex-Kommandeuse, Karin Spengler, die Idee, ein Männerballett des FKV 1911 auf die Bühne zu bringen, verwirklicht und trainiert wöchentlich mit den Herren, die eisern zu ihr stehen.

Bei dem vom „Großen Rat“ arrangierten Pferderennen am 30. Oktober 1978 auf der Rennbahn Niederrad siegt die Reiterin des FKV 1911, Heide Stockum, auf Pferd „Hexe“ in der Klasse der Warmblüter. Für den FKV 1911 wieder ein Erfolg, aber an den Gesichtern war es zu ersehen, viele haben es uns mal wieder nicht gegönnt.

Mit der Eröffnungssitzung am 11. November 1978 im Josephsheim beginnt die närrische Kampagne 1978/79.

Eine närrische Neuerung hat diesmal der Präsident mit seinen Damenministern anzukündigen.

Erstmals erscheint das Männerballett des FKV 1911 auf der Bühne.

Karin Spengler hat ihre Mannen als Schulbuben ausstaffiert und Horst Wilhelm versucht als Lehrer, seiner Sache gerecht zu werden.

1979

Der Einmarsch des Präsidiums beim „Kongress der Narren“ am 10. Februar 1979 erfolgt unter dem musikalischen Debüt des 1. Frankfurter Musikcorps 1954.

Der Präsident und seine Regie verstanden es, ein gut gemischtes Non-Stopp-Programm abrollen zu lassen. Reichlicher Beifall und Rufe nach Dakapos erfolgten besonders bei den Tänzen von Mini-, Midi- und Maxi-Garde sowie dem Männerballett. Auch diesmal wird das Prinzenpaar mit dem immer riechenden Handkäs mit Musik-Orden geehrt.

Bei der Generalversammlung 1979 übernimmt Wolfgang Reifschneider das Amt des Gardekommandeurs und Hannelore Hildner das der Kommandeuse.

Renate Nigge fungiert weiterhin als Leiterin des Tanzcorps.

Beim 3. Internationalen Wandertag Rund um Bornheim am 13. Mai 1979 ist der FKV 1911 wieder stark vertreten und erhält als zweitgrößte Gruppe einen schönen Pokal.

Im Verlauf des Jahres 1979 trennt sich der FKV 1911 wieder von dem 1. Frankfurter Musikcorps 1954 und gewinnt das Frankfurter Fanfarencorps 1967 für seine Interessen.

So beginnt auch unter dem Spiel dieses Corps für den FKV 1911 die Kampagne 1979/80 bei der Eröffnungssitzung am 24. November 1979 im Josefsheim.

1980

Beim „Kongress der Narren“ am 2. Februar 1980 standen Willi Lindenfeld und Adolf Sonnemann mit einem witzigen Zwiegespräch in der Bütt. Hauptattraktion jedoch waren wieder die Tänze von Mini-, Midi- und Maxi-Garde sowie des FKV 1911-Männerballettes.

Die Midi-Garde erhielt begeisterten Beifall für den Majorettentanz, mit dem sie auch bei der Frankfurter Gardeolympiade am 13. Januar 1980 den vierten Platz belegte.

Die Maxi-Garde brachte einen höchst effektvollen Neon-Schautanz, den „Strichmännchentanz“, krönender Abschluss des Abends war der Hula-Hula-Tanz des Männerballettes.

Beim Rosenmontagsbesuch am 18. Februar 1980 erfolgt letztmalig der Besuch beim Café „Wipra“ und Frau Wieczorek, schon seit über 20 Jahren Tradition an diesem Tage.

Leider schließt das stadtbekannte „Café der Tierfreunde“ endgültig seine Pforten.

Erstmalig fällt auch seit 13 Jahren die Erstürmung des amerikanischen Soldatensenders A.F.N aus. Nur noch einmal wird 1982 eine A.F.N. Erstürmung erfolgen.

Die Generalversammlung 1980 bringt eine Änderung im Gardekommando, Alfred Bombosch wird Kommandeur der Garde und Carmen Rebsch Kommandeuse.

Beim großen Straßenfest am 31. Mai 1980 auf der Bergerstraße anlässlich der U-Bahn-Einweihung beteiligt sich der FKV 1911 mit einem ganz besonderen Spielstand, dem sogenannten „Mäuse-Roulette“. Einmalige Attraktion für Frankfurt und Spaß für Jung und Alt.

Am 1. Juni 1980 findet eine neue Vereinsveranstaltung statt, der Kegelnachmittag – das FKV 1911-Preiskegeln. Gewinner des 1. Preises ist Isolde Lindenfeld, sie erhält auch den gestifteten Pokal.

Ins Leben gerufen und ausgerichtet hat diese Veranstaltung Ludwig Spengler.

Der alljährliche Vereinsausflug ging in diesem Jahr nach Brombach an den Rhein.

Beim Fastnachtspferderennen des „Großen Rates“ 1980 in Niederrad siegte wieder Heide Stockum mit Pferd „Hexe“. Diesmal das gleiche wie 1978 „des einen Wohl, ist des Anderen Weh“.

Bei der Autoschnitzeljagd am 27.-28 September 1980 siegte zum 3. Male das Besatzungsteam Reifschneider-Nigge und erhält somit endgültig den Wanderpokal.

Sie erklären, im nächsten Jahr die Schnitzeljagd auszurichten und Paul Kliebenstein als langjährigen Ausrichter abzulösen.

Bei der Eröffnungssitzung am 22. November 1980 im Josefsheim besteigt unser 82-jähriger Ehrenvorsitzenden und Ehrenpräsident Georg Schollmaier, unser „Scholli“ noch einmal die Bütt‘! und bringt seinen Erfolgsvortrag zu gehör, mit dem er vor vielen Jahren glänzte: „Ich möcht so gern noch emal en Lausbub sein“.

In dieser Kampagne 1980/81 feiert der FKV 1911 intern seinen 70. Geburtstag.

Bei der Garde fängt so langsam der mittlerweile allgemeine Tournier-Rummel an, der in nicht allzu langer Zeit noch in Stress ausarten sollte.

1981

Beim „Kongress der Narren“ am 14. Februar 1981 wird Herr Oberbürgermeister Dr. Walter Wallmann zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen. Als „Walter von der Römerweide“ überstand er den Schwerthieb lächelnd.

Auch der Polizeipräsident, Herr Karlheinz Gemmer, wird beim Rosenmontagsbesuch am 2. März 1981 im Polizeipräsidium zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

In der Generalversammlung im April 1981 wird Werner Nigge 1. Vorsitzender des FKV 1911 und Kommandeuse wird Gabi Spengler.

Beim 5. Volkswandertag rund um Bornheim erreicht die Gruppe des FKV 1911 den 2. Platz und erhält wieder einen schönen Pokal.

Außerdem überreicht Ortsvorsteher Gerhard Holz den erstmals vergebenen Wanderpreis des Ortsbeirates 4 für die Gruppe mit der größten Anzahl Jugendlicher, an die Jugendgruppe des FKV 1911 und seiner Maa-Gard.

Der Preis-Kegelnachmittag in der Gaststätte „Schöne Aussicht“ in Bergen endet 1981 mit dem Sieg von Renate Nigge; auch sie erhält den von Ludwig Spengler gestifteten Pokal.

Das Ziel des Vereinsausfluges im Sommer 1981 ist das große Freizeit-Zentrum „Tripsdrill“ bei Heilbronn. In der vielseitigen Anlage gibt es viel Spaß und der Tag endet in guter Harmonie.

Wie bereits vorerwähnt, wird die 12. FKV-Auto-Schnitzeljagd am 26.-27. September 1981 von den Familien Nigge und Reifschneider ausgerichtet und ein neuer Wanderpokal wird zur Verfügung gestellt.

Im Laufe des Jahres 1981 ist Ludwig Spengler laufend um den Weiterausbau der Räume im Bunker bemüht, es wird angestrebt, sie für Vereinsveranstaltungen nutzbar zu machen.

Das Motto der Kampagne 1981/82 lautet:

„Beim FKV, da wird gelacht, der Clown zeigt Euch, wie man es macht!“

Ein riesiger Clown-Kopf mit diesem Spruch ziert die Bühnenrückwand.

Davor der Damen-Siebener-Rat mit Präsident Nigge bei der Eröffnungssitzung am 21. November 1981. Geistiger Vater und Ersteller dieses Bühnenbildes – unser immer reger Ludwig Spengler.

1982

Es folgen bis Ende Januar 1982 die Nikolausfeier des FKV 1911 und Teilnahmen an Tanz-Tournieren und Gardeaufmärschen.

Beim „Kongress der Narren“ am 6. Februar 1982 thront ebenfalls der Elferrat unter dem Clown-Patron, gelacht wird jedoch auch ohne den Hinweis.

Zum Finale hat sich unser Klaus Koch diesmal etwas Besonderes ausgedacht.

Es erfolgt kein Ausmarsch von Elferrat und Garde, sondern als „Polonäse non Blancenese“ ging es von der Bühne durch den Saal und bald war fast der ganze Saal auf den Beinen.

Am Rosenmontag, dem 22. Februar 1982, erfolgte noch einmal die Erstürmung des A.F.N, und die vorherige Gefangennahme des Standortkommandeurs von Hessen.

Leider wird vorerst für diese schönen Programmpunkte eine Pause eintreten; die Amerikaner zögern, schlagen evtl. einen anderen Tag als Rosenmontag vor.

Im Frühjahr 1982 wird von den Kappenbrüdern Wolfgang Reifschneider und Willi Lindenfeld das neue Vereins-Mitteilungsblatt „Narrenkurier“ herausgebracht. Es soll die Fortsetzung der 1967 eingestellten „Narrenpost“ sein. Es findet allgemeinen Anklang und erspart dem FKV 1911 viele Rundschreiben.

Am Samstag, dem 1. Mai 1982, erfolgt die „Bunkereinweihung“, angeregt wird diese Veranstaltung von dem Männerballett des FKV 1911.

Ludwig Spengler hat mit seinen Helfern die Räume in einen veranstaltungsreifen Zustand gebracht.

Der 6. Volkswandertag „Rund um Bornheim“ startet am 23. Mai 1982.

Der FKV 1911 und seine Maa-Card stellt die größte Gruppe mit 76 Personen, erreicht somit den 1. Platz und erhält den Goldpokal der Bornheimer Volksbank.

Auch die größte Jugendgruppe stellt diesmal wieder der FKV 1911 und erhält somit zum zweiten Male den Wanderpokal des Ortsbeirates.

Der Dritte Preis-Kegelnachmittag wird am 29. August 1982 durchgeführt. Diesmal steht ein Wanderpokal zur Verfügung. Erst nach einem dreimaligen Gewinn kann ihn der Sieger behalten; bis heute ist der Pokal noch auf Wanderschaft.

Die 13. Schnitzeljagd des FKV 1911, die im Herbst 1982 erfolgen sollte, macht dem Verein Sorgen, es findet sich kein Ausrichter. Nach einem Aufruf im Narrenkurier stellen sich dann Ludwig und Dieter Spengler für eine Ausrichtung im Frühjahr 1983 zur Verfügung.

Im Spätsommer 1982 muss Gardekommandeur Alfred Bombosch sein Amt niederlegen, da er nach Bad Kreuznach umsiedelt.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. Oktober 1982 übernimmt Klaus Koch als vorheriger stellvertretender Kommandeur dieses Amt.

Am 20. November 1982 erfolgt vorerst letztmalig die Eröffnungssitzung im Josefsheim. Zehn Jahre fand nun diese beliebte Veranstaltung mit Tombola hier statt. Auch hier saß beim FKV 1911 erstmals ein Damenrat auf der Bühne.

1983

Über den „Kongress der Narren“ am 29. Januar 1983 äußerte sich die Presse:

„Zu einem großen Erfolg für den FKV 1911 und sein ‚Maa-Gard‘ entwickelte sich der ‚Kongress der Narren‘ in der Turnhalle Falltorstraße. Vortragende, Gardisten und alle sonstigen Aktiven bewiesen, dass der über 70-jährige Verein nichts von seiner Spritzigkeit und seinem Einfallsreichtum verloren hat.“

Nachdem vor 28 Jahren der damalige Oberbürgermeister, Herr Dr. Walter Kolb, zum ersten Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen wurde, werden bei dieser Veranstaltung zwei weitere Herrn in die Ritterschar aufgenommen: Die Landtagsabgeordneten, Herr Ludwig Seibold und Herr Rudolf Friedrich, werden vom Kommandeur Klaus Koch zu Ehrenrittern geschlagen.

Auch der Rosenmontag, der 14. Februar 1983 hat wieder einen reichhaltigen Terminplan.

Schon in den frühen Morgenstunden beim Besuch im Römer wird Herr Bürgermeister Dr. Hans Moog zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Er erhält den Namen „Hans-Jürgen zum Eisernen Steg“ und die Ehrenmütze

Im Polizeipräsidium lässt sich der Polizeipräsident, Herr Karl-Heinz Gemmer, widerstandslos in Ketten legen, denn er weiß ja, die „Maa-Gard“ kommt immer in friedlicher Absicht.

Beim Karneval gibt’s nicht nur eitlen Sonnenschein und Frohsinn, sondern auch mal Probleme. Das hat sich ja im Laufe der Jahre schon öfters gezeigt- so auch im Jahre 1983.

In einem an alle Mitglieder gesandten Rundschreiben vom 20. Februar 1983 erklären der 1. Vorsitzende und Ministerpräsident Werner Nigge und der 2. Vorsitzende Wolfgang Reifschneider mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt und stellen damit, obwohl noch in der Kampagne, jegliche Vereinstätigkeit ein.

Über die Gründe; ob gerechtfertigt oder nicht; sei hier nicht weiter diskutiert.

Jedenfalls führte der Restvorstand die Kampagne zu Ende und der Gardekommandeur Klaus Koch übernimmt kommissarisch der 1. Vorsitz.

Bei der Generalversammlung im April 1983 wird Klaus Koch zum 1. Vorsitzenden gewählt, er bleibt außerdem Kommandeur der Garde.

Das Amt der Kommandeuse fällt an Manuela Koch, Hannelore Hildner wird Leiterin des Tanzcorps, und Horst Wilhelm übernimmt wieder das Amt des Ministerpräsidenten.

Im März 1983 wird das neu aufgelegte Mitteilungsblatt „Narrenkurier“ wieder in „Narrenpost“ umbenannt, als Redakteure fungieren weiter Ludwig Spengler und Willi Lindenfeld.

Die 13. FKV-Autoschnitzeljagd wird am 26.-27. März 1983 durchgeführt, Ausrichter sind Ludwig und Dieter Spengler.

Am 29. März 1983 feiern Hermann und Erna Kirchenbauer das Fest der „goldenen Hochzeit“.

Eine Abordnung des FKV 1911 überbringt die Glückwünsche und ein Präsent des Vereins.

Schon seit über 30 Jahren ist Familie Bornschlegell Mitglied des FKV 1911; als Inhaber eines Blumengeschäftes hat sie in all den Jahren viel zur Verschönerung von Vereinsveranstaltungen beigetragen.

Der siebte Volkswandertag „Rund um Bornheim“ findet am 29. Mai 1983 statt.

Der FKV 1911 und seine Maa-Gard bringt wieder die größte Gruppe an den Start und erhält den 1. Preis. Außerdem stellen wir auch wieder die größte Jugendgruppe und der Wanderpokal kommt zum 3. Male, nun endgültig, in unsere Hand.

Im Sommer und Herbst 1983 werden noch jegliche Veranstaltungen ausgeführt oder bei Veranstaltungen mitgewirkt, wie Fußballtournieren, Preiskegelnachmittag, Bernemer Kerb, Straßenfest in Bornheim, Vereinsausflug, FKV-Wandertag, Oktoberfest und anderes mehr.

Am 3. November 1983 besucht eine Abordnung des FKV 1911 unseren Ehrenvorsitzenden und Ehrenpräsidenten Georg Schollmaier zu seinem 85. Geburtstag und überbringt die Glückwünsche und ein Präsent des Vereines.

Am 11.11.1983 findet die Fastnachtsausgrabung und Vereidigung der Garde im Bunker Petterweilstraße statt.

Mit der Eröffnungssitzung am 19. November 1983 muss der FKV 1911 in das Bürgerhaus „Haus Riederwald“ ausweichen. Obwohl ein anderer Ortsteil und neue Räume, die beliebte Veranstaltung mit Tombola war auch hier ein Erfolg.

1984

Im Januar bis Mitte Februar 1984 stehen wie üblich wieder jegliche Veranstaltungen auf dem Terminplan, wie: Gardeolympiade, Gardetreffen, Tanzfeste und Turniere.

Der traditionelle „Kongress der Narren“ am 18. Februar 1984 findet erstmals im neuen „Bürgerhaus Bornheim“ statt.

Es ist die erste Veranstaltung, die in dem neuerbauten Haus, noch vor dessen offizieller Einweihung, stattfindet.

Besondere Ereignisse an diesem Abend: der FDP-Landesvorsitzende von Hessen, Herr Dr. Wolfgang Gerhard, wird zum Ehrenritter der Maa-Gard geschlagen.

Außerdem wird dem langjährigen und immer aktiven Mitglied Ludwig Spengler der goldene Ehrenring des FKV 1911 verliehen. Diese Ehrung ist hiermit seit Bestehen des FKV 1911 zum 6. Mal erfolgt.

Die sonstigen Veranstaltungen des FKV 1911 und seiner Maa-Gard während der närrischen Tage 1984, wie Piratenball auf der Primus, Frankfurter Fastnachtszug, Rosenmontagsbesuche, Fastnachtszug in „Klaa-Paris“ und das Heringsessen und Ordensfest gehen alle mit Bravour über die Bühne.

Bei der Generalversammlung im April 1984 übernimmt, obwohl bereits schwer erkrankt, Ludwig Spengler das Amt des 1. Vorsitzenden.

Im Sommer und Herbst 1984 folgen noch folgende Veranstaltungen des FKV 1911 und seiner Maa-Gard

  • am 17.06.1984, 8. Internationaler Wandertag „Rund um Bornheim“ der FKV 1911 erreicht den 2. Platz
  • am 08.07.1984, das nun auch schon traditionelle Preis-Kegeln
  • am 11.08.1984, Beteiligung am Bernemer Kerbezug
  • am 26.08.1984, der alljährliche Vereinsausflug des FEY 1911
  • am 16.09.1984, der spezielle FKV-Wandertag
  • am 06.10.1984, das Oktoberfest im Bunker Petterweilstraße
  • am 11.11.1984, die Ausgrabung der Fastnacht und Vereidigung der Garde im Bunker Petterweilstraße
  • am 17.11.1984, zum zweiten Mal die Eröffnungssitzung mit Tombola im Bürgerhaus Riederwald

So erfolgreich das Jahr 1984 für den FKV 1911 auch war, so schwer trafen den Verein die nachstehenden Sterbefälle.

Nachrufe

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Am 24 Mai 1984 starb in Alter von 72 Jahren unser Ehrenritter, Frau Erna Kirchenbauer, Ex-Prinzessin „Erna I.“. Sie folgte ihrem vor wenigen Monaten verstorbenen Mann.

Am 5. August 1984 starb im Alter von 85 Jahren der Ehrenvorsitzende und Ehrenministerpräsident des FKV 1911, Georg Schollmaier – unser „Scholli“.

Am 21. November 1984 starb im Alter von 50 Jahren nach schwerer Krankheit unser 1. Vorsitzender Ludwig Spengler. Seit 25 Jahren gehörte der, für alle viel zu früh verstorbene, dem FKV 1911 an und war immer aktiv tätig.

Bis zur Generalversammlung 1985 übernimmt Klaus Koch kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden.

1985

Nach dem Tode von Ludwig Spengler übernehmen Karin Spengler und Willi Lindenfeld 1985 die Redaktion und Fortführung der Narrenpost.

Zum zweiten Mal findet der „Kongress der Narren“ am 2. Februar 1985 im Bürgerhaus Bornheim statt.

Vor Beginn des Offiziellen Programmablaufes galt es zwei Ehrungen vorzunehmen.

Der SPD-Oberbürgermeister-Kandidat, Herr Volker Hauff, und Frau Minna Schwarz, eine Gönnerin des FKV 1911, werden vom Gardekommandeur zu Ehrenrittern der Maa-Gard geschlagen und erhalten Urkunden, Ehrenmützen sowie die FKV-Hausorden ausgehändigt.

Auch der Rosenmontag, der 18. Februar 1985, bringt dem FKV 1911 und seiner Maa-Gard neue Impulse.

Erstmals stehen auf dem Terminplan:

  • Besuch und Ständchen in der Blumengroßmarkthalle
  • Erstürmung der Lokalredaktion der „Abendpost-Nachtausgabe“
  • Erstürmung des Bürogebäudes der Henninger-Brauerei mit Gefangennahme des Oberbraumeisters
  • Erstürmung der Lokalredaktion der Bornheimer Brücke, Abt. Reisen

In der Generalversammlung am 29. März 1985 wird Klaus Koch wieder zum 1. Vorsitzenden des FKV 1911 gewählt, zusätzlich bekleidet er weiterhin das Amt des Gardekommandeurs.

Beim 9. Volkswandertag „Rund um Bornheim“ am 12. Mai 1985 erreicht der FKV 1911 und seine Maa-Gard mit 79 Wanderern den 2. Platz, stellt aber auch wieder mit 40 Köpfen die zahlenmäßig stärkste Jugendgruppe. Dafür überreicht der Ortsvorsteher den neuen Wanderpreis des Ortsbeirates 4.

Am 29/30. Juni 1985 erfolgt erstmalig ein Vereinsausflug über ein ganzes Wochenende. Mit einem Bus geht es nach Rouffach im Elsaß-Frankreich. Ein reichliches Programm stand für die beiden Tage auf dem Plan.

Auch beim Bernemer Kerbezug ist der FKV 1911 diesmal mit mehreren Fahrzeugen vertreten.

Die 14. Auto-Schnitzeljagd erfolgt am 21/22. September 1985. Ausrichter sind diesmal Dieter Spengler und Werner Obst.

Trotz des reichhaltigen Programmes 1985 werden keine der sonstigen schon traditionellen Veranstaltungen des FKV 1911 und seiner Maa-Gard sowie Aufmärsche, Fremdveranstaltungen, Gardetage und Turniere benachteiligt.

Ganz besonders ist das Jahr 1985 reichlich ausgefüllt mit den Vorarbeiten zu dem großen 75-jährigen Jubiläum des Vereins im Januar 1986.

Um alle anfallenden Arbeiten zu erledigen, wird aus dem Mitgliederkreis ein Sonderausschuss gebildet, um den Vorstand weit möglichst zu entlasten, zu dem internen Ausschuss gehören: unser nach längeren Jahren zum Verein zurück gekehrtes Ehrenmitglied und Mitbegründer der Maa-Gard, Albert Morgenstern, Willi Lindenfeld, Horst Wilhelm, Fritz Weingärtner und Paul Kliebenstein.

Zusätzlich war es möglich, unsere 1. Tanzcorpsleiterin, Ehrenmitglied Wilma Rachel, zum Mitarbeiten zu bewegen.

Bereits die Eröffnungssitzung am 23. November 1985, wieder mit großer Tombola und erstmals im Bürgerhaus Bornheim, soll unter dem Motto „75 Jahre FKV 1911“ stehen.

Sodann folgt eine große Jubiläumsfeier am Sonntagnachmittag, dem 19. Januar 1986, im kleinen Ballsaal des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“

1986

Ganz besonders ist das Jahr 1985 reichlich ausgefüllt mit den Vorarbeiten zu dem großen 75-jährigen Jubiläum des Vereins im Januar 1986. Um alle anfallenden Arbeiten zu erledigen, wird aus dem Mitgliederkreis ein Sonderausschuss gebildet, um den Vorstand weit möglichst zu entlasten. Zu dem internen Ausschuss gehören: unser nach längeren Jahren zum Verein zurück gekehrtes Ehrenmitglied und Mitbegründer der Maa-Gard, Albert Morgenstern, Willi Lindenfeld, Horst Wilhelm, Fritz Weingärtner und Paul Kliebenstein.

Zusätzlich war es möglich, unsere 1. Tanzcorpsleiterin, Ehrenmitglied Wilma Rachel, zum Mitarbeiten zu bewegen.

Sodann folgt eine große Jubiläumsfeier am Sonntagnachmittag, dem 19. Januar 1986, im kleinen Ballsaal des Hotels „FRANKFURT Intercontinental“. Lia Wöhr trägt die Vereinsgeschichte vor. Es war eine gelungene Veranstaltung; der FKV 1911 und seine Maa-Gard haben sich gut präsentiert.

Der Kongress der Narren am 25. Januar 1986, im Bürgerhaus Bornheim, stand ganz unter dem Motto „75 Jahre FKV 1911“. Man begeisterte das Publikum mit einem bunten Programm.

In der Generalversammlung am 26. April 1986 wurde Klaus Koch als 1. Vorsitzender und Eckhart Demel als 2. Vorsitzender gewählt. Leider konnte man den Posten des 1. Kassierers nicht neu besetzen und die Wahl wurde abgebrochen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Wahl fortgeführt. Diese fand am 13. Mai 1986 statt und als 1. Kassiererin wurde Christine Zitouni gewählt.

Unser neues Vereinsheim im Bunker in der Petterweilstrasse befand sich zurzeit im Umbau. Da wir unsere Mitgliederversammlungen nicht mehr in unserem Vereinslokal „Schwarzer Bock“ abhalten konnten, wurde beschlossen, dass diese zukünftig im Bunker stattfinden werden. Es wurden mehrere Umbauten im Bunker vorgenommen z.B. das Archiv wurde in verschiedene kleine Räume untergebracht, ein Raum wurde als Geschäftszimmer eingerichtet, eine feste Theke wurde installiert. Das damalige Archiv wurde zum Trainingsraum. Klaus Koch erhält im November 1986 die silberne Nadel für sein 10jäjhriges Vereinsjubiläum. Freud und Leid liegen manchmal sehr beieinander, leider ist unser Ehrenkommandeur Paul Kliebenstein verstorben. Paul Kliebenstein hatte viel für den Verein getan, dies war ein schwerer Verlust. Nach etlichen Umbauarbeiten und Renovierungen wurde am 30. April 1987 das Vereinsheim im Bunker offiziell eröffnet. Diese Veranstaltung stand unter dem Motto „Tanz in den Mai“.

1987

Am Wandertag, dem 17. Mai 1987 erreichte der FKV 1911 den 3. Platz für die größte Gesamtgruppe und erhielt den Wanderpreis für die größte Jugendgruppe.

Vereinsausflug, Discoabend, Kegelnachmittag, Bernemer Kerb und Bernemer Mittwoch waren die nächsten Veranstaltungen. Am Bernemer Mittwoch wurde eine Tenniswand aufgebaut. Die Einnahmen dieses Spieles erhielt Bernhard Braun als Spende für die Multiple Sklerose.

1989

Am 21. Januar 1989 war der Kongress der Narren im Bürgerhaus Bornheim. Der Elferrat wurde diesmal mit Ehrenrittern besetzt. An diesem Abend wurde Herr Kullschuh, Leiter des Verkehrsvereins, zum Ehrenritter geschlagen. Am 01. April 1989 hat die Auto-Rallye wieder stattgefunden. Nach vielen kniffligen Aufgaben in Bornheim ging es nach Bad Vilbel, Büdesheim/Schöneck und nach Heldenbergen. Von dort aus ging es weiter nach Altenstadt und nach Nidda. Das Ziel war Bad Salzhausen, dort erwartete uns unsere Ehrenritterin Frau Schwarz mit Kaffee und Kuchen. Zwei Mitglieder jedes Teams mussten sich als Babys verkleiden. Sämtliche Kurgäste blieben stehen, sie hielten dies für einen Aprilscherz.

Mit einem kleinen Umzug ging es am 11. November 1989 zum Bürgerhaus Bornheim zur Fastnachtseröffnung.
Jeder der 8 Karnevalsvereine brachte eine Darbietung. Unsere Maxigarde tanzte ihren Schautanz, danach ging es in unser Vereinsheim. Mit dem KV Pierrette wurde dort weiter gefeiert, bis es hell wurde.

Die Eröffnungssitzung im Bürgerhaus Bornheim am 25. November 1989 war wieder eine runde Sache. Erstmals traten unsere Damen auf, trotz großer Aufregung ging alles gut.

1991

Am 26. Januar 1991 wurde der Kongress der Narren aufgrund des Golfkrieges abgesagt. Der Kongress wurde in einem kleineren Rahmen im Bunker veranstaltet. Die Stimmung war super und viele Gäste fühlten sich richtig zu Hause.

Am 09. Februar 1991 fand eine Gesprächsrunde im Hessischen Rundfunk statt. An dieser Diskussion nahm der 1. Vorsitzende Klaus Koch teil. Thema: Golfkrieg und Karneval.

Der Fastnachtzug in Frankfurt sowie der Fastnachtszug in Klaa-Paris sind aufgrund der Situation ebenfalls ausgefallen.

Die Rosenmontagserstürmung fand auch nicht statt, man traf sich am Vormittag im Binding-Eck zum Frühschoppen und ließ den Abend im Bunker ausklingen.

Da der Fastnachtszug in Klaa-Paris ausgefallen war, traf man sich abends im Bunker im kleinen Kreis zu Fastnachtsbeerdigung.

Im März 1991 wurde vom Vorstand beschlossen, dass der FKV 1911 und seine Maa-Gard nur noch eine öffentliche Sitzung, den Kongreß der Narren, abhalten wird. Die Eröffnungssitzung wird im kleinen Rahmen im Bunker stattfinden.

Am 24. August 1991 fand die Feier zum 80jährigen Vereinsbestehen statt. Diese fand auf der Grünfläche hinter dem Vereinsheim Bunker statt. Es wurden Zelte und Theken aufgebaut und die Live-Musik machte Dieter Lieber. Es erschienen zahlreiche geladene Gäste, befreundete Vereine und der Bürgermeister der Stadt Frankfurt, Herr Dr. Moog, zum Gratulieren.

1992

Insgesamt lief die Veranstaltung in einem geordneten Rahmen statt und unsere Besucher fühlten sich sichtlich wohl. Das Ganze nahm der FKV 1911 als Generalprobe, denn man überlegte sich den nächsten Wäldchestag hinter dem Bunker zu veranstalten. Erstmals veranstaltete man am 21. Februar 1992 eine Damensitzung im Bunker. Man besprach sich mit dem befreundeten Verein die Bernemer Käwwern, die an diesem Abend eine Herrensitzung machten. Die Beiträge kamen sehr gut an und man beschloss diese nächstes Jahr zu wiederholen.

Am 09. Juni 1992 findet zum ersten Mal der Wäldchestag hinter dem Bunker statt. Für die musikalische Unterhaltung wurde Dieter Adam gebucht. Alles in allem eine gute Veranstaltung.

Der FKV 1911 und seine Maa-Gard waren 1992 Ausrichter der Veranstaltung zu Eröffnung der Kampagne am 11. November 1992 im Bürgerhaus.

1993

Ein Highlight der Kampagne 1993 war, dass zwei Antikarnevalisten vom Radio FFH gesucht wurden. Diese nahmen von Fastnachtssamstag bis Rosenmontag an den Aktivitäten des FKV 1911 teil. Aufgabe des FKV war es, aus Gegner Freunde des Karnevals zu machen. Das Ganze wurde am Rosenmontag live in FFH ausgestrahlt.

1994

An der Generalversammlung am 08. April 1994 konnte kein neuer Vorstand gewählt werden. Man hat sich am 05. Mai 1994 im kleinen Kreis getroffen, um den Fortbestand des Vereines zu diskutieren. Man einigte sich, den Vorstand auf 5 Personen zu verkleinern die jeweils ein Ressort übernehmen sollten. 1. Ressort Öffentlichkeitsarbeit, 2. Ressort Finanzen, 3. Ressort Garde, 4. Ressort Bunkerbewirtschaftung, 5. Ressort Archiv. Die Wahl für den neuen Vorstand konnte somit für ein Jahr vollzogen werden.

1996

Am 27. April 1996 fand die Generalversammlung statt, hier konnte mal wieder ein kompletter Vorstand gewählt werden. Als 1. Vorsitzender wurde Klaus Koch gewählt und als 2. Vorsitzende Gisela Himmelein, ebenso wird Gisela Himmelein als Ministerpräsidentin gewählt. Alle anderen Ämter konnten ebenfalls neu besetzt werden.

Der Rest des Jahres 1996 verlief wie die Jahre zuvor mit den Veranstaltungen: Wandertag, Wäldchestag, Vatertag, Bernemer Umzug, Bernemer Mittwoch.

2005

Im Jahr 2005 verkündete Gisela Himmelein, dass sie ihr Amt als 1. Vorsitzende im Jahr 2006 nicht mehr antritt. Jedoch steht sie dem Verein als Sitzungspräsidentin weiterhin zur Verfügung.

2006

An der Generalversammlung im Jahr 2006 wurde ein neuer Vorstand gewählt. 1. Vorsitzende Angela Braun, 2. Vorsitzende Regine Jornitz, 1. Kassiererin Petra Höhn und 1. Schriftführerin Carina Himmelein. Die 1. Kassiererin ließ sich nur unter der Voraussetzung wählen, dass man bestrebt ist, den FKV 1911 in einen e.V. umzuändern. Es wurde ein Gründungsausschuss von 5 Personen gebildet, dieser setzte sich zusammen und erstellte eine neue Satzung.

Das Jahr 2006 stand unter dem Zeichen Fußball WM – zu Gast bei Freunden. So fand natürlich auch beim FKV 1911 und seiner Maa-Gard am 14. Juni 2006 eine WM-Party statt. Das Spiel Deutschland -Polen wurde auf einer Großleinwand im Bunker präsentiert.

Im August 2006 wurden Bonuskarten für die Mitglieder, für geleistete Arbeiten im Verein bzw. für den Verein, eingeführt. Mit einem zu erreichenden Wert von 10,- Euro.

2007

Auch nahm man wieder in der Kampagne 2006/2007 mehr an anderen Veranstaltungen teil, damit man sich wieder mehr in der Öffentlichkeit zeigt. Hierzu gehörte z.B. der Neujahrsempfang am 14. Januar 2007 mit Treff am Stolzebrunnen und kleinem Umzug zum Römer und die Römererstürmung am 17. Februar 2007.

Als Mägde und Bauern liefen der FKV 1911 und seine Maa-Gard am 10. August 2007 am Bernemer Kerbeumzug, der unter dem Motto 400 Jahre Bernemer Kerb stand, mit. Es wurde reichlich Obst und Gemüse an die Zuschauer verteilt.

Für die Eröffnungssitzung am 24. November 2007 überlegt man sich ein anderes Konzept. Man will von einer Sitzung abgehen und dies in einen bunten Abend mit kleinerem Programm umwandeln.

Im Jahr 2007 wurde beschlossen, dass der FKV 1911 und seine Maa-Gard seine Sitzungen zukünftig unter ein Motto stellt. Für die Kampagne 2007/2008 war das Motto „Fluch der Karibik“.

2008

Dann traf es Alle: „Rauchverbot im Bunker“. Dies hat sich beim Kartenverkauf für unsere Sitzungen stark bemerkbar gemacht. Tolle Programme aber keine Gäste!

Es wurde das Büro im Bunker geräumt und eine Sektbar eröffnet, diese galt dann als Raucherraum bei unseren Veranstaltungen.

Die Kampagne 2008/2009 stand unter dem Motto „Abba bis Zappa”.

Am 31. Mai 2008 fand seit langem wieder mal ein Vereinsausflug statt. Die Fahrt ging mit dem Zug nach Rüdesheim.

2009

Im Jahr 2009/2010 fanden viele Umbaumaßnahmen und Erneuerungen im Bunker statt. Zwei neue Umkleideräume, die Küche wurde neu gefliest, Fußboden wurde erneuert und vieles mehr.

Der Vereinsausflug am 09. Mai 2009 ging bei schönem Wetter in den Spessart. Dort erwartete die Mitfahrenden eine Planwagenfahrt mit Überfall durch die Spessarträuber.